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Vegan 2go – Bentos, Lunchboxen & Co

Mein Entschluss weniger Müll zu erzeugen, ist noch nicht lange her. 
Es fing an mit meinen Wasserflaschen. Eines schönen Morgens wurde mir bewusst, dass jede dieser Einwegplastikflaschen nichts weiter ist als ein weiterer Baustein für den gigantischen Müllberg, den die Menschheit immer weiter aufhäuft. Kurzum: Ich habe beschlossen mein Wasser nicht mehr in Plastikflaschen zu kaufen. Die naheliegende Alternative waren natürlich Glasflaschen. Aber wie ihr euch sicher denken könnt, auf Dauer wurde mir das einfach zu schwer. Mittlerweile habe ich mich für Wasserfilter entschieden, was zwar nicht hundert prozentig ideal ist, da durch die Kartuschen immer noch Plastikmüll anfällt, aber zumindest deutlich weniger als zuvor. Einziges Problem: Wie dieses Wasser transportieren, zum Beispiel zum Sport? Da waren die Plastikflaschen, vor allem die großen mit 1,5 – 2 Liter Fassungsvermögen, natürlich praktisch. Also was tun, für’s Workout doch wieder zurück zur guten alten Einwegflasche? Nonsens. Es gibt viele Mehrweg-Flaschen, aber es sollte nicht wieder Kunststoff sein. Also doch wieder Glas? Sieht schön aus, aber bei einem Bruchpiloten wie mir keine gute Idee. Vor allem wollte ich eine Flasche mit einem Fassungsvermögen von mehr als einem Liter. Fündig wurde ich schlussendlich auf Kivanta.de, wo ich mir eine robuste Edelstahlflasche mit 1800l Volumen bestellte, plus extra Sportverschluss für leichtes Trinken während des Trainings. Die Flasche ist permanent im Einsatz, nicht nur im Fitnessstudio, sondern auch in der Uni. 
Das nächste Problem lies aber nicht lange auf sich warten: was ist wenn man unterwegs ist? Beim Shoppen, eine längere Auto- oder Bahnfahrt ansteht, also immer in solchen Situationen, wenn man sich spontan im Supermarkt oder an der nächsten Tankstelle eine kleine Flasche kauft? Auch für solche Situationen bestellte ich mir eine kleine Edelstahlflasche – in neon-pink!

Und dann wäre da noch das Phänomen, über das ich mich in Rage reden könnte: Einweg-Kaffebecher. Es ist ja auch so unverschämt praktisch. Vor der Arbeit oder Uni schnell einen Becher beim Bäcker, an der Tankstelle oder beim Backshop und schon kann man fit in den Tag starten. Aber kein Koffeinkick hält ewig, also brauchen wir spätestens nach dem Mittagessen einen zweiten, um das fiese Nachmittagstief zu überstehen. Und es ist ja nichtmal teuer, Kaffee to go gibt es schon ab 1€ – und zwar überall. Auch auf meinem Campus gibt es an jeder Ecke Kaffee für unterwegs, und seien wir mal ehrlich, ohne geht es (manchmal) einfach nicht. Aber rechnen wir das hoch, wenn sich jeder Arbeitnehmer oder Student täglich ein, zwei, drei Becher Kaffee holt, jeden Tag, ist das eine unermessliche Zahl an Müll, den man so einfach vermeiden könnte. Mehrweg-Kaffeebecher gibt es schon für unter 5€ in jeder Drogerie. Es kostet anfangs ein wenig Überwindung im Lieblingscafé darum zu bitten, den Latte in den eigenen Becher zu füllen, aber was soll’s? Und bei einigen großen Ketten wie Starbucks oder Balzac bekommt man sogar einen kleinen Discount, wenn man seinen eigenen Becher mitbringt. Also keine Angst vor genervten Blicken, verdrehten Augen oder hämischen Kommentaren – es ist die Mühe wert! 
Und um das Kaffee-Thema jetzt zu beenden fange ich besser nicht von Kapsel-Kaffee an 😉 

Von Bentoboxen war ich schon immer fasziniert. Als Kind war ich hochgradig süchtig nach Sailor Moon und schon damals war ich immer fasziniert von den bunten Paketen voller hübscher Köstlichkeiten. Seit einiger Zeit bin ich dazu übergegangen, mir an langen Unitagen mein Essen selber mitzubringen. Die Mensa bietet zwar immer regelmäßiger vegane Gerichte an, aber entweder sind sie kulinarisch so spannend wie Pappe oder tatsächlich lecker aber triefend vor Fett und Kalorien. Und natürlich der Zeitdruck in 30min zur Mensa zu sprinten, sich durch den Ansturm zu drängen, rechtzeitig aufzuessen um pünktlich bei der nächsten Vorlesung zu sein. 
Viele kaufen sich ihr Mittagessen auch gerne beim nächsten Falafel-Dealer des Vertrauens, beim Backshop oder gönnen sich tatsächlich eine richtige Mahlzeit im Restaurant. Unabhängig von den eigenen Ernährungszielen: das geht auf Dauer ganz schön ins Geld, ob man nun 3€ für einen Falafel-Wrap oder 10€ für Pasta Primavera zahlt. Es gibt viele Gründe warum es entspannter, günstiger oder umweltfreundlicher ist, sich sein Essen selber mitzubringen. 
Das Hauptargument dagegen ist in den meisten Fällen dasselbe: die liebe Zeit. Viele frühstücken nicht einmal um morgens Zeit zu sparen und jetzt will ich euch auch noch dazu motivieren, dass ihr euch morgens noch extra in die Küche stellt?! Gemach, gemach. Ich will ja nicht, dass ihr hochkünstlerische Werke wie die absoluten Bento-Pros kreiert. Es geht auch einfacher, das hängt ganz einfach von euren Ansprüchen ab. Anfangs kochte ich mir einfach eine größere Portion zum Abendessen und nahm den Rest mit. Mittlerweile versuche ich meine Lunchboxen ansehnlicher zu gestalten und hoffe, dass ich es irgendwann auch schaffe mein Essen so hübsch anzurichten wie bei den Profis.
Als Box kann eigentlich alles herhalten, sei es eine gewöhnliche Tupperbox, eine Brotdose oder was auch immer euer Küchenschrank so hergibt. Es muss ja nicht gleich die auf Hochglanz lackierte, echt japanische Holzbox sein 😉
Ich will euch auch keinen How-to-Post über Bentoboxen runter tippen. Da gibt es viele Blogs und Instagram-Accounts und Posts auf Pinterest, die zeigen wie es geht und welche Basics man wissen sollte. Ich bin ja selbst dabei die Kunst des Anrichtens zu erlernen 😉 

Was ich eigentlich möchte, ist einen kleinen Anreiz zu geben, etwas für euch selbst und für die Umwelt zu tun. 
Und hier meine kleine Sammlung: 

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Eine weitere Frage war auch, wie ich mein Essen unterwegs essen möchte. Einwegbesteck war natürlich keine Option. Zuerst organisierte ich mir einen sogenannten Göffel. Mittlerweile habe ich mir leichtes Besteck aus Stahl bestellt, dass im eigenen Etui leicht zu transportieren und leicht zu reinigen ist. 

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig motivieren oder seid ihr auch im Lunchbox-Fieber? Ich finde es macht ziemlich Spaß und man hat schnell Freude daran, sich sein Mittagessen vorzubereiten. Oder habt ihr sogar schon einige Lieblingsrezepte? Lasst es mich wissen 🙂 

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2 Kommentare zu „Vegan 2go – Bentos, Lunchboxen & Co

  1. Die Bentobox aus Holz ein dich super schön. Werd ich mir auch zulegen. Bei mir sind immer die Plastikdosen von Ikea. Die kann ich gleich mit in die Mikrowelle stecken.
    Über das Thema Verpackungsmüll hab sich mir schon oft Gedanken gemacht. Besonders übel find ich beim Einkaufen. Alles ist doppelt und dreifach verpackt. Und loses Obst muss man immer in Plastiktüten verpacken.
    Ich finds gut, dass du das Thema mal ansprichst, das regt zum Nachdenken an.

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    1. Danke liebe Nadine! 🙂 Das mit dem Einkaufen kenne ich nur zu gut 😦 Bei geplanten Einkäufen kann man ja noch ein bisschen entgegensteuern aber bei Spontankäufen ist das wieder schwieriger. Den Mikrowellen-Bonus finde ich mittlerweile auch immer praktischer und die neuen (japanischen) Bentoboxen sind ja mittlerweile auch für die Mikrowelle geeignet. Ich persönliche finde Kunststoff okay, wenn er dann jahrelang genutzt wird. Manche Boxen habe ich schon seit Jahren im Schrank. Das ist ja sowieso immer eine persönliche Entscheidungs- und leider auch Kostenfrage >.<

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